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Hasen und Nager

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Verbreitung

Echte Hasen waren ursprünglich in Eurasien,  und in Nordamerika bis ins südliche Mexiko verbreitet. Feldhasen und andere Arten wurden aber vom Menschen unter anderem in Australien, Neuseeland und dem südlichen Südamerika  eingeschleppt, sodass die Gattung heute nahezu weltweit verbreitet ist.



Beschreibung

Echte Hasen sind generell durch ihre kräftigen hinteren Gliedmaßen und die langen Ohren gekennzeichnet. Das Fell ist an der Oberseite braun oder graubraun und an der Unterseite weißlich gefärbt. Bei viele Arten kommt es zu regelmäßigen Fellwechseln: bei Arten, die in arktischen Regionen leben, verfärbt es sich während der Wintermonate weiß. Aber auch andere Arten, wie der Feldhase, ändern ihre Färbung von einem braunen Sommerfell zu einem weißen Winterfell. Die Kopfrumpflänge liegt in der Regel zwischen 40 und 70 Zentimeter, der kurze Schwanz wird drei bis zehn Zentimeter lang. Ihr Gewicht beträgt zwischen 1,3 und sieben Kilogramm.



Lebensweise

Echte Hasen unterscheiden sich von den als „Kaninchen“ zusammengefassten Arten darin, dass sie keine Baue errichten und auch keine von anderen Tieren benutzen. Sie verlassen sich bei der Flucht vor Fressfeinden in erster Linie auf ihre Geschwindigkeit und ziehen sich in den Ruhezeiten ins dichte Buschwerk oder in kleine Vertiefungen im Boden, genannt Sasse, zurück. Oft legen sie zur schnelleren Flucht Trampelpfade in ihrem Territorium an. Viele Arten bevorzugen offenes, grasbewachsenes Terrain als Lebensraum, manchmal finden sie sich jedoch auch in Wäldern. In den meisten Fällen sind sie nacht- oder dämmerungsaktiv, manchmal sind sie jedoch auch am Tag zu sehen. Außerhalb der Paarungszeit leben sie meist einzelgängerisch.



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Nahrung

Echte Hasen sind in erster Linie Pflanzenfresser, die Gräser und Kräuter, aber auch Wurzeln, Zweige und Baumrinde zu sich nehmen. Es gibt vereinzelte Berichte, wonach sie auch Fleisch verzehren.





Fortpflanzung

Viele Arten haben eine relativ lange Paarungszeit, bei den europäischen Arten liegt sie beispielsweise zwischen Februar und Oktober. In dieser Zeit trägt das Weibchen bis zu vier Würfe aus, wobei die Tragzeit rund fünf bis sieben Wochen und die Wurfgröße eins bis acht beträgt. Neugeborene Hasen sind im Gegensatz zu den „Kaninchen“ behaart, haben offene Augen und sind Nestflüchter. Die Lebenserwartung in freier Wildbahn dürfte kaum höher als fünf Jahre sein, durch zahllose Fressfeinde sterben sie meist früher. Das höchste Alter eines Tieres in menschlicher Obhut betrug siebeneinhalb Jahre bei einem Feldhasen.

Die Arten

Die folgende Zusammenstellung ordnet die Arten nach ihrem Verbreitungsgebiet und spiegelt nicht die verwandtschaftlichen Verhältnisse wider.


Europäische Arten
  • Der Feldhase (L. europaeus) aus Europa und Westasien ist der bekannteste und neben dem Schneehasen einzige in Mitteleuropa lebende Vertreter der Echten Hasen.
  • Der Schneehase (L. timidus) lebt im nördlichen Eurasien und ist bekannt für seinen Farbwechsel des Felles.
  • Der Korsika-Hase (L. corsicanus) lebt im mittleren und südlichen Italien, in Korsika gilt er als ausgestorben.
  • Der Iberische Hase (L. granatensis) ist auf die beschränkt.Iberische Halbinsel
  • Lepus castroviejoi wurde erst 1977 als Art beschrieben, die Art lebt in einem kleinen Gebiet in Nordspanien.


Nordamerikanische Arten
  • Der Alaskahase (L. othus) lebt im westlichen und südwestlichen Alaska.
  • Der Polarhase (L. arcticus) ist in Grönland und Nordkanada beheimatet. Beide Arten gelten als enge Verwandte des Schneehasen.
  • Der Schneeschuhhase (L. americanus) ist nach seinen breiten Pfoten benannt; er lebt in ganz Nordamerika.
  • Der Präriehase (L. townsendii) bewohnt vorwiegend Grasland im Mittleren Westen der USA und im südlichen Kanada.
  • Der Eselhase (L. californicus) ist nach seinen langen Ohren benannt. Er lebt im westlichen Teil der USA und im nördlichen Mexiko.
  • Der Antilopenhase (L. alleni) ist der größte und schwerste Vertrer der Echten Hasen. Er bewohnt ein kleines Gebiet in Arizona und dem nordwestlichen Mexiko.
  • Der Espiritu-Santo-Hase (L. insularis) ist auf der Insel Espiritu Santo bei Niederkalifornien endemisch. Er ist durch sein fast schwarzes Fell gekennzeichnet.
  • Der Weißflankenhase (L. callotis) lebt im US-Staat New Mexico und im nördlichen Mexiko. Der Verlust seines Lebensraums führt dazu, dass diese Art gefährdet ist.